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Familienunternehmen auf die nächste Generation übertragen

Einzelne Faktoren im Kurzüberblick

Bei familiengeführten Unternehmen stellt das Unternehmen regelmäßig den Großteil des Gesamtvermögens dar. Dieser Tatbestand birgt auf der einen Seite Risiken und auf der anderen Seite Chancen.

Die Risiken bestehen insbesondere in der Findung des richtigen Nachfolgers. Ist dieser gefunden und es handelt sich hierbei um ein Familienmitglied heißt es, die gesamte Familie bei der Nachfolgeentscheidung rechtzeitig zu informieren und in Teilen mit einzubinden. Denn immer wieder fühlen sich beispielsweise Geschwister benachteiligt, da sie gefühlt weniger Vermögen aus dem Nachlass erhalten als der Unternehmensnachfolger. Hierbei wird häufig vergessen, dass der Unternehmensnachfolger auch das unternehmerische Risiko mit übernimmt und die Zukunft meist ungewiss ist.

Grundsätzlich ist es wichtig rechtzeitig den Nachlass zu regeln, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt, sollte beispielsweise der plötzliche Todesfall eintreten. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die Unternehmensnachfolge im Gesellschaftsvertrag klar geregelt ist.

Zu bedenken ist, dass Gesellschaftsrecht vorrangig ist vor dem Erbrecht.

Weiter sollte bedacht werden, dass aus der Unternehmensnachfolge möglicherweise entstehende Pflichteilsforderungen sofort in bar fällig sind. Eine ausreichende Absicherung ist hier essentiell.

Insbesondere erbschaftsneuerlich kann die Übertragung eines Unternehmens deutliche Vorteile aufweisen. Hier gilt es §13 ErbStG zu beachten. Demnach kann im Falle, dass die Voraussetzungen der Regelverschonung erfüllt werden eine achtzig prozentige Erbschaftsteuerbefreiung des Unternehmenswertes erreicht werden. Bei Erfüllung der Kriterien für die Optionsverschonung kann die Übertragung des Unternehmens sogar mit hundert prozentiger Steuerbefreiung erfolgen. Zu beachten ist hierbei, dass die Verschonung von der Erbschaftsteuer an Auflagen gebunden ist, welche in den Folgejahren zu erfüllen sind. Daher ist es von essentieller Bedeutung, dass hier unbedingt ein spezialisierter Steuerberater hinzugezogen wird.

Häufig trifft man bei Familien die Thematik der Betriebsaufspaltung an. Ein weiterer Faktor der eine gute Beratung unerläßlich macht - denn hier würden im Falle der Übertragung des Hauptunternehmens im Besitzunternehmen, zumeist stille Reserven gehoben, welche der Einkommensteuer unterliegen.

© 2019 Thorsten Cornelius 

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