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Patchwork Familie

Deine Kinder - Meine Kinder - Unsere Kinder

Patchwork-Familie und klassisches Familienmodell - beides ist heute fast gleich häufig anzutreffen. "Gefühlt" besteht für die Familienmitglieder meist kein Unterschied, erbrechtlich gibt es jedoch deutliche Unterschiede - insbesondere, wenn Kinder im Spiel sind. Bringt ein Partner Kinder mit in die neue Ehe ein ("meine Kinder"), sind die Anforderungen an eine sichere und streitvermeidende Gestaltung von letztwilligen Verfügungen, um ein vielfaches höher als beim klassischen Familienmodell. Werden von beiden Partnern Kindern mit in die Beziehung eingebracht ("deine Kinder/meine Kinder"), gibt es oftmals den Wunsch, dass die Kinder im Erbfall gleichgestellt werden sollen - unabhängig davon, wessen Kinder es sind und welcher Elternteil zuerst verstirbt. So nachvollziehbar dieser Wunsch ist, so kompliziert wird es dann häufig in der konkreten Umsetzung. Aus Familiensicht ist die "Krönung" des neuen Glücks, wenn noch gemeinsame Kinder hinzukommen ("unsere Kinder"). Erbrechtlich ist es jedoch eine Herausforderung. Oft weicht das Gewünschte und als gerecht empfundene von dem ab, was sich durch die gesetzliche Erbfolge ergeben hätte. Hier gilt es rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen.

Das Erbrecht wäre aber nicht das Erbrecht, wenn wir hier schon den "Gipfel" an Regelungsmöglichkeiten und insbesondere an Regelungsnotwendigkeiten erreicht hätten. Häufig kommt es in der Praxis vor, dass sich eine Patchwork-Familie findet, aber die Eltern nicht heiraten, sondern eine Lebensgemeinschaft bilden. Auch hier besteht oft der Wunsch, im Vorfeld erbrechtliche Regelungen für die Kinder zu treffen.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist in der Gesamtkonstellation der Ex-Partner. Insbesondere bei minderjährigen Kindern, wird dieser in der Regel alleine Sorge berechtigt und erhält hierdurch Zugriff auf das ererbte Vermögen, wenn keine Vorkehrungen getroffen werden.

Auch bei volljährigen Kindern besteht das Risiko, dass Vermögen an den Ex-Partner fließt, wenn diese vorversterben und keine eigenen Kinder hinterlassen.

© 2019 Thorsten Cornelius 

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