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  • Thorsten Cornelius

Corona, und was nun? Warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Finanzcheck ist

Frankfurt/Main, 18. März 2020 – Die Finanzmärkte sind zurück im Krisen-Modus. Mehr als zehn Jahre ging es an den Börsen fast nur bergauf. Auch deshalb erwischten die rasanten Kursab- stürze der vergangenen Tage und Wochen die allermeisten Anleger auf dem falschen Fuß. Hauptursache für den Kurssturz war bekanntlich die Sorge um die Folgen der Coronavirus- Pandemie auf die globale Wirtschaft. „Die jüngsten Entwicklungen machen vielen Investoren schmerzhaft bewusst, dass die Börse keine Einbahnstraße ist“, sagt Professor Dr. Rolf Til- mes. „Für Anleger ist es deshalb wichtig, ein solides, auf die lange Sicht ausgerichtetes Port- folio aufzubauen, damit sie auch so heftige Stürme wie aktuell überstehen können“, verdeut- licht der Vorstandsvorsitzende des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). Doch auch für alle anderen Sparer, die bislang kaum oder gar nicht am Kapitalmarkt engagiert sind, macht es in der aktuellen Krisensituation Sinn, sich ausführlich Gedanken über die eigene finanzielle Zukunft zu machen.


Die Schlagzeilen dieser Tage haben es in sich: Vom „größten Tagesverlust des DAX seit 2008“ liest man, vom „Schwarzen Donnerstag“ oder davon, dass der Ölpreis um mehr als 30 Prozent in die Tiefe gerauscht ist. Zweistellige Kursverluste, ob bei Einzelwerten oder sogar bei ganzen Indizes an nur einem Tag waren zuletzt keine Seltenheit. Selbst das vermeintlich krisensichere Gold geriet unter Druck. Viele Anleger fragen sich nun, wie es weitergeht. Die Unsicherheit ist groß. Abwarten oder alles verkaufen? Oder ist jetzt schon wieder ein günstiger Zeitpunkt einzusteigen? Klare Vorhersagen sind unseriös. Wie sich die Finanzmärkte entwickeln werden, ist nur sehr schwer vorhersehbar. „Panik und Gier liegen bekanntlich an den Finanzmärkten eng beisammen, und die Stimmung kann sehr viel schneller kippen als sonst – in die eine wie auch in die andere Richtung“, sagt Prof. Tilmes, der neben seiner Vorstandstätigkeit auch Academic Di- rector Finance & Wealth Management an der EBS Executive School, Oestrich-Winkel, ist.


Ruhe bewahren in Krisenzeiten


„Die aktuell schwierige Situation sollten Verbraucher deshalb unbedingt zum Anlass nehmen, sich Gedanken um ihre finanzielle Zukunft zu machen und wichtige Entscheidungen zu treffen“, empfiehlt der FPSB-Vorstand. „Krisenzeiten wie diese sind der Test für alle Finanzanlagen, denn gerade in solchen nicht planbaren Marktphasen zeigt sich, ob die eigenen Finanzen auch solche Stressphasen überstehen.“ „Entscheidend ist es, dass die Finanzplanung langfristig angelegt und auf die individuellen Bedürf- nisse des Anlegers abgestimmt ist“, sagt Prof. Tilmes. „Beim echten Investieren“, erläutert der FPSB Deutschland-Vorstand weiter, „geht es darum, ein langfristig ausgerichtetes und gut diversifiziertes Portfolio zu bauen, das auch der Risikoneigung entspricht.“ Ein solches Portfolio kann der Anleger dann auch langfristig halten, ohne bei jeder Schwankung am Markt hektisch größere Veränderungen vornehmen zu müssen. Einerseits spart es Geld und Nerven, andererseits kann es bei einer ausrei- chend breiten Streuung selbst in Abwärtsphasen eine gewisse Stabilität bieten. Trotz der aktuellen Kurseinbrüche: Aktien sollten in einem gut diversifizierten Portfolio nicht fehlen. Selbst von fallenden Kursen und niedrigen Indexständen wie derzeit sollten sich Anleger nicht beirren lassen. „Die Risiken müssen sich materialisieren“, beruhigt Prof. Tilmes. Das bedeutet, dass Aktien- anleger zwar bewusst ein erhöhtes Risiko eingehen, dafür aber auch langfristig einen höheren Ertrag erwarten können. Gleichwohl sind Anpassungen oder Absicherungen im Depot oft sinnvoll. „Der Schlüssel zum Erfolg ist eine maximal breite und weltweite Diversifikation“, sagt der FPSB-Vor- standsvorsitzende. Des Weiteren ist ebenfalls die potentielle schnelle Wertaufholung nach Krisen – sie dauerte beispielsweise in der Finanzkrise 2008/2009 15 Monate – dringend zu beachten, was wiederum bedeutet, dass ein Abverkauf sämtlicher Aktienbestände zum Tiefpunkt der falsche Rat ist. Anlageplanung im Interesse der Kunden – Finanzplanung ist Lebensplanung Anleger sollten sich darüber hinaus grundsätzlich unabhängig von Prognosen auf ihre langfristige Portfoliostrategie konzentrieren. Und das möglichst mit Hilfe unabhängiger Finanzplaner. Sie maßen sich nämlich nicht an, die Entwicklung an den Märkten antizipieren zu können. Denn Märkte, Volks- wirtschaften und das Verhalten von Menschen sind für niemanden exakt vorhersehbar. Dementspre- chend wecken die Professionals keine falschen Erwartungen bei ihren Kunden. Sie legen vielmehr den Schwerpunkt auf eine langfristig ausgerichtete Finanzplanung und eine ganzheitliche Beratung. Der Finanzplaner als „Kümmerer“ für das Gesamtvermögen stellt in den heutigen Zeiten den Unter- schied in der Beratung dar.


Quelle www.fpsb.de

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