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  • Qualität ist der Schlüssel zum Erfolg

    Private Finanzentscheidungen können sehr stressen.
    Es gibt unzählige Produkte, mit vielen Vor- und Nachteilen; dazu zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten auf der einen Seite, aber auch Steuerabzüge auf der anderen Seite.
    Wie soll man da die richtige Entscheidung treffen?
  • Finanzplanung ist Lebensplanung

    Financial Planning geht über die landläufige Finanz- oder Vermögensberatung weit hinaus. Nicht der kurzfristige Effekt, sondern ein schlüssiges Langzeitkonzept für Vermögensaufbau, -mehrung und -sicherung ist das Ziel.
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Früher Ruhestand ohne finanzielle Einbußen ?
Nur mit professioneller Finanzplanung
Quelle: Prof. Dr. Rolf Tilmes
Laut aktuellen Berechnungen dürften die meisten Bundesbürger kaum eine Chance auf einen vorzeitigen Ruhestand haben. Es gibt aber Wege, wie es dennoch funktionieren kann. 

Davon können die meisten künftigen Rentnergenerationen nur träumen: Im Jahr 2016 gingen die Deutschen im Durchschnitt mit 61,8 Jahren in den Ruhestand. Das Alter, in dem wir uns künftig aus der Arbeitswelt verabschieden können, wird dagegen wohl deutlich höher liegen. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) aus dem Jahr 2016 müssen wir uns darauf einstellen, künftig erst mit 73 Jahren in Rente gehen zu können. Nur mit einem deutlichen Anstieg des Renteneintrittsalters, so argumentieren die Ökonomen, werde das Rentensystem trotz der demografischen Krise finanzierbar bleiben.

Für viele Arbeitnehmer dürfte diese Erkenntnis ein Schock sein. Schließlich ist es der Traum der meisten, früh in Rente zu gehen – und das möglichst ohne finanzielle Einbußen. Doch angesichts der ungünstigen demografischen Entwicklung hierzulande scheint genau dieser Wunsch für die Mehrheit in immer weitere Ferne zu rücken. Bezüglich des Ausmaßes und der Folgen der Bevölkerungsentwicklung kommen die Ökonomen des IW in ihrer Analyse zu dem Schluss, dass der Pool der aktiv Arbeitenden vergrößert werden muss, damit nicht immer mehr Rentner von immer weniger Erwerbstätigen finanziert werden müssen. Und das lasse sich am ehesten dadurch erreichen, dass die Deutschen deutlich länger arbeiten.

Genauer Fahrplan als Basis

Konkret heißt das: Das Renteneintrittsalter müsste im Jahr 2030 bei 69 und in 2035 bereits bei 71 Jahren liegen. Ab 2041 könnte es dann laut der IW-Untersuchung bei 73 Jahren konstant gehalten werden. Ob es wirklich exakt so kommen wird, ist offen. Aber die Tendenz ist unbestreitbar. Wer zum Beispiel mit Anfang 60 mit dem Arbeiten aufhören möchte, wird deshalb immer größere Abschläge hinnehmen müssen.

Wer dennoch den gewohnten Lebensstandard im Alter erhalten möchte, muss folglich rechtzeitig seine Vorsorge planen. Denn nur so kann ein frühzeitiger Ruhestand ohne finanzielle Einbußen doch noch wahr werden. Zwar wissen die meisten Menschen, dass sie mehr fürs Alter tun müssten, nur das „wie viel“ wird häufig falsch eingeschätzt. Besonders wichtig ist es deshalb, dass Arbeitnehmer ihr späteres Alterseinkommen aus der betrieblichen und privaten Vorsorge exakt berechnen und dann überprüfen, ob sie Abschläge bei der gesetzlichen Rente verkraften können. Nur ein genauer Fahrplan mit einer umfassenden Vermögens- und Rentenübersicht schafft letztlich die Voraussetzung, den lang ersehnten Ruhestand in finanzieller Freiheit genießen zu können.

Der Mehrwert einer Finanzplanung

Je komplexer das Vermögen und je unsicherer die Einkommenssituation, desto schneller ist eine Aktualisierung der Finanzplanung übrigens sinnvoll. Das gilt vor allem dann, wenn sich Veränderungen im privaten Bereich, wie eine neue Familienkonstellation, ergeben. Dann sollte die Planung zügig angepasst werden. Darüber hinaus gilt es, von der Ansparphase im Vermögen zu einer gut geplanten Entsparphase zu wechseln.

Viele Planungsfallen für die Generation Silberlocke
Quelle Prof. Dr. Rolf Tilmes
Für Frauen und Männer ab 50 Jahren aufwärts rückt der Ruhestand zeitlich in greifbare Nähe. Oder er ist bereits eingetreten. Doch die meisten haben sich in Sachen Finanzplanung noch gar nicht auf den neuen Lebensabschnitt eingestellt. 

 

Die Kinder sind oft schon volljährig, das Haus fast abbezahlt und damit die vermeintlich größten finanziellen Sorgen vorbei. Die Rede ist von der Bevölkerungsgruppe hierzulande, die älter als 50 Jahre ist. Im Volksmund werden sie gern als Generation Silberlocke bezeichnet, andere Titel sind Best oder Silver Ager oder einfach nur 50plus.

Fest steht: Ab diesem Alter beginnt sehr häufig ein neuer Abschnitt in der Biografie. Doch richtig „alt“ fühlen sich wohl die wenigsten. Die Lebensausrichtung dieser Generation ist dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Während einige bereits die Freiheit des Vorruhestands oder der Rente genießen, ernten andere in dieser Phase noch die Früchte ihrer beruflichen Karriere.

Was viele dabei übersehen: Gerade in den letzten Berufsjahren kann man für die Rente ein hübsches Sümmchen zusammensparen. Denn in der Lebensphase 50 bis 65 ist das Einkommen häufig auf einem Topniveau, die Sparraten können dementsprechend hoch sein. Damit lässt sich einiges erreichen: Wer beispielsweise in der Lage ist, 15 Jahre lang jedes Jahr 5.000 Euro wegzulegen, hat bei einer unterstellten Rendite von drei Prozent per annum am Ende einen Kapitalstock von fast 100.000 Euro geschaffen.

Doch leider vernachlässigen viele Menschen ab 50 Jahre, die Finanzplanung an das fortgeschrittene Alter und die veränderten Bedürfnisse und Wünsche anzupassen. Das aber ist fahrlässig: Finanzplanung ist schließlich Lebensplanung. Das heißt, speziell für diese Zielgruppe geht es darum, die Weichen zu stellen, um den erreichten Lebensstandard in der Ruhestandsphase aufrechtzuerhalten und eventuell vorhandene Versorgungslücken zu schließen.

Auch das Entsparen will gelernt sein

In der Praxis bedeutet das: Während jüngere Menschen oft zu Recht nur einen groben Plan für die Altersvorsorge haben, ist ab 50 ein konkreter Kostenplan sinnvoll. Denn die persönliche finanzielle Situation lässt sich nun viel konkreter einschätzen, als beispielsweise mit Anfang 30. Das bedeutet, statt der Konzentration auf den Vermögensaufbau gilt es nun, Strategien zu entwickeln, wie im Alter mit dem aufgebauten Vermögen optimal umgegangen wird. Das Entsparen will und muss genauso professionell geplant sein wie der Ansparvorgang.

Dabei besteht jedoch die Gefahr, Fehler zu machen: Viele Ältere achten beispielsweise zu wenig auf die Verfügbarkeiten des Geldes. Wenn der Anleger etwa in der Phase des Vermögensaufbaus einen Großteil in Immobilien oder langfristige Beteiligungen steckt, kann er im Ernstfall im Alter nicht schnell genug verkaufen.

Altersvorsorge geht weiter

Ein weiterer häufiger Irrtum: Die Altersvorsorge hört mit dem Renteneintritt auf, das Ersparte fürs Alter wird als Gesamtsumme betrachtet. Doch das angesparte Vermögen muss nicht ab einem gewissen Alter vollständig verfügbar sein. Wichtiger ist es, das Geld nach seiner Verfügbarkeit zu klassifizieren und sukzessive über den Ruhestand hinweg zu verzehren.

Aber nicht nur die genaue Vermögensstrukturierung beschäftigt die Best Ager. In der Lebensphase ab 50 Jahren fangen viele auch damit an, sich mit ihrer Nachlassregelung zu beschäftigen. Themen wie Erbschaft, Pflege oder Vorsorgevollmacht rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Die Finanzplanung muss entsprechend darauf eingehen.

Bedarfsgerechte Beratung statt Produktverkauf

Wichtig dabei: Die Zielgruppe 50plus erwartet für den Lebensabschnitt des Ruhestandes eine bedarfsgerechte Beratung und keinen Verkauf von Produktlösungen. Das Beratungskonzept muss an die Lebensphase und die Ziele und Wünsche dieser erfahrenen Zielgruppe angepasst werden.

Ein wesentlicher Aspekt der individuellen Finanzplanung ist auch das Durchspielen möglicher Risikoszenarien und deren Auswirkungen auf die Vermögenssituation. Zum Beispiel werden inflationäre Entwicklungen oder finanzielle Aufwendungen bei einer möglichen Pflegebedürftigkeit simuliert. Dabei gilt es stets, die individuellen Ziele und Wünsche in Einklang mit den Gegebenheiten zu bringen. Wie auch immer die Finanzplanung im Einzelnen dann aussieht: Es macht Sinn, sein Vermögen rechtzeitig so zu strukturieren, dass man im Alter etwas davon hat.

© 2019 Thorsten Cornelius 

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